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2008-03: Kun Kun Kun y mucho mas Drucken
Geschrieben von: PACG - Fabian Hoch   
Freitag, den 02. Mai 2008 um 11:12 Uhr

Kun Kun Kun y mucho mas

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PACG Tour #01 2008 Bildergalerie
Am 29. Februar 2008 war es wieder soweit, an diesem Tag ging für acht fußballbegeisternde Anhänger der Weg in Richtung Flughafen. Ob dies jener in Basel oder Frankfurt war, das Ziel war für alle dasselbe – Madrid die spanische Hauptstadt. Das Topspiel Atlético Madrid gegen den FC Barcelona stand an und egal ob Anhänger der Rojiblancos oder der Katalanen, die Vorfreude war schon vor dem Abflug bei jedem merklich spürbar. Da am darauffolgenden Samstag noch zwei weitere Atlético-Anhänger auf der iberischen Halbinsel eintrafen war die Gruppe mit zehn Fußballverrückten komplett, die, so viel schon vorweg genommen, einige erlebnisreiche Tage in der europäischen Metropole erlebten.
Die Jungs am Bären im Zentrum Madrids

Für Sebastian, Dominique, Marc, Markus & Fabian ging der verlängerte Wochenendtrip bereits am frühen Freitagnachmittag los. Nachdem alle eingesammelt waren fuhr der Tross in Richtung Schweizer Grenze, um in Richtung Süden zu fliegen. In Madrid angekommen und nach zähem U-Bahn fahren endlich wieder dem Tageslicht begegnet, begrüßte uns erst einmal die Sonne und die angenehmen Temperaturen, die sich deutlich von der Heimat unterschieden. Schnell wurde das zentral gelegene Hostal gefunden und von jedem als völlig ausreichend erklärt, schließlich war das Übernachten die einzige Funktion. Im Anschluss daran machten wir uns auf den Weg um die Stadt etwas näher zu erkunden, doch schon bald erlebten wir das erste bemerkenswerte Abenteuer. Vermummte Extremisten demonstrierten in den Gassen und sorgten u.a. dafür, dass eine Bank völlig zerstört wurde. Selbst das anwesende Polizeipersonal konnte die Störenfriede nicht stoppen und so dauerte die gewalttätige Auseinandersetzung einige Zeit. Im Nachhinein kann man dieses Erlebnis durchaus als Aperitif für die folgende Tage ansehen.
Nachdem das Gesehene halbwegs verarbeitet war, machten wir uns auf den Weg um uns zu stärken. Schlussendlich landeten wir in der Tapas-Bar, wo wir beim letztjährigen Ausflug einen legendären letzten Abend verbrachten. Mittlerweile war auch der Flieger aus Hessen in Spanien gelandet, so dass mit Frank, Thomas & Matthias drei weitere Fußballfans in Madrid gelandet waren. Spät nachts traf man sich mit den „Nachzüglern“ und ließ den Abend in der alljährlich besuchten Karaoke-Bar angemessen ausklingen.

Leicht übermüdet, aber dennoch gut gelaunt wurde der Samstag angegangen, der gleichzeitig der Tag des großen Spiels war. Am frühen Nachmittag traf mit Anne, die sich von Berlin aus auf den Weg machte, das einzige weibliche Gruppenmitglied ein. Nachdem sich nachmittags alle im Hostal zusammenfanden, stand die Entscheidung an, sich die Premier League zu Gemüte zu führen oder bereits mit an das Estadio Vicente Calderón mitzukommen. Zu fünft steuerten wie das Stadion am Manzanares an, um die reservierten Karten abzuholen. Da auch Marion, die wir im letzten Jahr beim Derby kennenlernen durften, Tickets für sich und zwei Freundinnen bestellte, traf man sich vor dem Museum des Vereins. Die Kartenausgabe funktionierte problemlos, hier noch einmal ein großes Dankeschön an André, so dass schon bald das Umherziehen durch die diversen Kneipen auf dem Plan stand. Bar um Bar wurde abgeklappert, um die sich die Zeit bis zu dem Anpfiff zu vertreiben. Als die restlichen vier dann auch den Weg zum Stadion fanden und mit Carlos ein weiteres Peña-Mitglied begrüßt werden konnte, ging es alsbald die Treppenstufen des bemerkenswerten Estadio Vicente Calderón hinauf.
Im Fußballtempel

Im Nu war das gesamte Rund restlos gefüllt und alles wartete gebannt auf den Augenblick des Anpfiffs. Als dieser erfolgt war, wurde es relativ schnell ruhig im Block der Atlético-Fans, was nicht nur daran lag, dass die Ultras des Vereins aufgrund der zuletzt schwachen Leistungen die 1. Halbzeit stimmungstechnisch boykottierten. Die Gäste aus Katalonien hatten die Madrilenen vollends im Griff und man musste schlimmes befürchten. Ein erstes Raunen ging durch das Publikum, als das Zwischenergebnis aus Huelva eingeblendet wurde, wo der Stadtrivale der Colchoneros im Rückstand geriet. Wenige Sekunden später schlug die Laune der meisten Zuschauer jedoch um, als Barcelona mit einem sehenswerten Angriff, abgeschlossen durch einen sehenswerten Fallrückzieher von Ronaldinho, verdient in Führung ging. Die schwachen Leistungen der Rückrunde schienen anzuhalten, doch bekanntlich kommt das Unverhoffte oft. Der kleine argentinische Wirbelwind Sergio Agüero versetzte seine Gegenspieler reihenweise und traf mit einem abgefälschten Schuss, zum bis dato völlig überraschenden Ausgleich. Umso größer war die Freude auf den Rängen, doch bekanntlich sollte dies nur der Anfang sein. Kurz vor der Pause erzielte Kapitän Maxi Rodríguez aus unmöglichem Winkel den Führungstreffer und verwandelte das gesamte Stadion in ein wahres Tollhaus. Mit dem Halbzeitstand von 2:1 gingen die beiden Teams in die Kabine, welcher aufgrund der rasanten Leistungssteigerung der Gastgeber nach dem Rückstand nicht ganz unverdient war.
Forlán am Elfmeterpunkt

Das Topspiel hielt auch im zweiten Durchgang das was es versprach, Tacklings, Großchancen, Tempofußball. Dieser wurde vor allem von den Rot-Weißen herrlich praktiziert und nachdem der überragende Agüero im Strafraum zu Fall kam entschied der Unparteiische auf Strafstoß. Diego Forlán ließ sich die Chance nicht entgehen und brachte seine Farben mit 3:1 in Front. Der Tabellenzweite, der nach dem Eröffnungstor zwischenzeitlich die Tabellenspitze inne hatte, fand kein Mittel gegen die großartig aufspielenden Hauptstädter, die Mitte der 2. Halbzeit die Partie endgültig entschieden. Der U20-Weltmeister krönte seine wohl beste Leistung für Atlético mit einem absoluten Zaubertor, nachdem er die gesamte Abwehr die Katalanen zu Statisten degradierte. Es war der Tag des Sergio Agüero und die Zuschauer feierten ihr neues Idol. Da die Frente Atlético nach der Halbzeit ihren Streik beendeten, war die Stimmung zu diesem Zeitpunkt auf dem absoluten Siedepunkt. Auch der 2:4 Anschlusstreffer von Samuel Eto’o störte da nicht mehr sonderlich, denn schlussendlich stand ein beeindruckender Erfolg der Rojiblancos.
Nachdem die letzten Minuten durchweg genossen wurden, verließ der Großteil unserer Gruppe glücklich und zufrieden das Stadion. Während des Spiels traf etwas verspätet auch noch Marco aus Stuttgart in der spanischen Hauptstadt ein, der es nicht rechtzeitig zum Spiel schaffte, jedoch bei den anschließenden Feierlichkeiten voll und ganz dabei war. Dennoch zeigte sich unser Schwabe gut gelaunt, da er die 2. Halbzeit in einer nahegelegenen Bar mit anderen rot-weißen Fans verfolgen konnte.

Gemeinsam machten wir uns im Anschluss an die Partie auf den Weg in die Innenstadt und verbrachten einen freudetrunkenen Abend im Nachtleben Madrids. Angekommen in der gewohnten Tapas-Bar begegneten wir Engländer, die das Klischee, welches ihnen anhaftet mehr als nur bestätigten. Gestärkt durch Speis & Trank wurde der Abend bzw. die Nacht in einer Disco fortgesetzt. Dort wurde noch einmal richtig auf den Erfolg der Madrilenen angestoßen, bevor es im frühen Morgengrauen in Richtung Hostal ging. Lediglich zwei Anhängern war noch nicht zu schlafen zu Mute, da sie den Weg in Richtung Neptuno, dem Ort an dem Atlético Madrid die Titelgewinne feiert, auf sich nahmen.

Dementsprechend schwer fiel der Weg aus den Federn am nächsten Morgen, der jedoch durch das grandiose Wetter deutlich erleichtert wurde. Im Anschluss an das „Frühstück“ teilten wir uns in Gruppen auf, wobei die einen die Kultur der Stadt erkunden wollten und die anderen sich auf den Weg in Richtung Getafe machten. Dort stand das Ligaspiel gegen den RCD Mallorca an, so dass wir uns zu sechst in Richtung Süden Madrids aufmachten. Pünktlich angekommen erhaschte uns auch schon ein mallorquinischer TV-Sender, der auf die Kleidung von Frank & Thomas aufmerksam wurde und somit um ein kleines Interview bat. Logischerweise machten es sich die beiden im Gästeblock gemütlich, während sich Anne, Marco, Matthias & Fabian zu den Heimfans gesellten. Als wären die sommerlichen Temperaturen nicht genug gewesen, erlebten wir zudem ein ansehnliches Fußballspiel, das mit 3:3 endete, sich stimmungsmäßig jedoch auf dem Niveau der Oberliga bewegte. Ein Trip, der sich nicht nur aufgrund des Spiels gelohnt hatte, da wir nach dem Abpfiff am Spielerausgang einige Spieler erhaschten und fleißig Autogramme und gemeinsame Fotos sammelten. Zufrieden machten wir uns auf den Rückweg Richtung Zentrum Madrids, um den anderen Teil der Gruppe wieder zu treffen. Dieser hatte ebenso die Sonne in vollen Zügen genossen und einen erlebnisreichen Nachmittag erlebt.

Nachdem in der Hostal-Lounge erst einmal entspannt wurde und diverse Geschichten durch die Runde gingen, entschlossen wir uns spät abends dazu den letzten Abend in der spanischen Hauptstadt in Angriff zu nehmen. Da Sebastian & Dominique eine Disco unsicher machten, nahmen wir zu acht zum letzten Mal den Weg zu unserer Tapas-Bar auf uns. Die Nacht wurde anschließend in einem Irish Pub vollends ausgeklungen, welche jedoch für einige nicht ganz ohne Hindernis verlief ;) Auf dem Heimweg stimmte Matthias gut gelaunt die Vereinshymne an und hatte etliche bemerkenswerte Dreher eingebaut, die letztendlich für gute Stimmung sorgten. Angekommen an dem Hostal war für die Hälfte Nachtruhe angesagt, denn der andere Teil machte sich ein letztes Mal auf in Richtung Neptuno. Ausgelassen wurde der Sieg über die Katalanen noch einmal gefeiert. Marco & Frank ließen es sich nicht nehmen trotz der eisigen Wassertemperatur barfuß (!!) das Gebilde zu bestiegen, um die Schals zu hissen & von Anne und Fabian gefilmt zu werden. Mitten in die ausgelassene Stimmung platzen jedoch zwei Ordnungshüter der spanischen Hauptstadt und wiesen uns mit Vehemenz zurecht, dass solch eine Aktion nicht geduldet wird. Nachdem der erste Schreck verflogen war und wir „entlassen“ wurden, nahmen wir den Heimweg auf uns. Gegen 6 Uhr morgens fand auch dies eine Ende, so dass kurz darauf alle in ihren Betten lagen.
Im Feindes"land"

Der letzte Morgen war geprägt durch die Aufbruchstimmung, da bereits früh morgen ausgecheckt werden musste. Da die Taschen jedoch verstaut werden konnten, machten wir uns zum letzten Mal auf, um die letzten Stunden in der spanischen Sonne zu genießen. Aufgeteilt in zwei Gruppen verschlug es den Großteil in Richtung Estadio Santiago Bernabéu, wo die Führung im Stadion des Erzrivalen auf dem Programm stand. Mit Sicherheit gehört das Stadion der „Königlichen“ zu den schönsten weltweit, denn bei Betreten der Ränge bietet sich selbst bei leeren Sitzen ein atemberaubender Anblick. Nachdem das Museum und die VIP-Lounge besichtigt wurden, machten wir es uns auf der Ersatzbank der Blancos bequem und genossen den einmaligen Anblick in das weite Rund. Nach weiteren Minuten im Stadion des amtierenden Meisters, verließen wir jenes mit dem Ziel die letzten Sonnenstrahlen mitzunehmen. Der Nachmittag wurde somit mit weitreichendem Entspannen verbracht, bevor auch schon der Weg zum Flughafen angegangen werden musste. Dort angekommen verabschiedete man sich voneinander mit dem festen Vorsatz auch im nächsten Jahr wieder einen grandiosen Trip in Madrid zu verbringen. Doch nicht für alle war das Erlebnis in der Weltmetropole beendet, da Marco noch einige Tage länger blieb, um sich das Champions League Spiel zwischen Real Madrid & dem AS Rom anzusehen. Mit der Hoffnung, dass unsere Rojiblancos in der nächsten Spielzeit ebenfalls in der Königsklasse vertreten sein werden, hoben die Flieger gen Basel, Berlin & Frankfurt ab.
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