| 2006-07: Atléti in Deutschland II |
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| Geschrieben von: PACG - Jennifer Geisler |
| Sonntag, den 11. Februar 2007 um 21:50 Uhr |
Atléti in Deutschland II - Der PACG in DresdenDirekt nach der Verabschiedung der Spanier (Luis und Pipo + Anhang), die noch ihren Flug gen Madrid kriegen mussten, ging es am Donnerstag für uns, Jennifer und André, nach Dresden.Unsere Pension lag außerhalb von Dresden. Normalerweise hätte man diese leicht finden können, wenn man einen guten Routenplaner gehabt hätte. Da wir aber keinen hatten, kam, was kommen musste – wir verfuhren uns. Aber der Zufall meinte es gnädig mit uns und so kamen wir direkt am Hotel der Atlético-Spieler vorbei, wo wir natürlich noch einen kurzen Stopp einlegten. Nach einer kleinen Odysee und vielen Schlaglöchern kamen wir dann aber in unserer Pension an. Dynamo und Atlético Da wir bis zum Spiel noch ganze zwei Tage Zeit hatten, fiel uns die Entscheidung leicht, diese Tage mit Kultur und Sightseeing zu verbringen. So mutierten wir zu wahren Sightseeingmonstern, die mit dem Stadtrundfahrtenbus in dieser Zeit überall hin fuhren und alles mitnahmen, was es in Dresden zu sehen gibt. Insgesamt fuhren wir bestimmt 4x die große Stadtrundfahrttour, so dass man uns am Samstag direkt als Stadtführer hätte einstellen können! Jen und Husky erkunden Dresden Natürlich durfte neben der Innenstadt von Dresden auch eine Führung durch das Schloss Pillnitz und die Besichtigung der Kamelie nicht fehlen. Der ganz besondere Höhepunkt dieser Tage war aber die Führung durch die Semperoper! Aber auch Dresdens Altstadt, mit Zwinger, Frauenkirche und der Elbe war wirklich beeindruckend. Passend und typisch für die Aufbruchstimmung und den Osten scheinen die überall vorhandenen Baustellen und Plattenbauten zu sein. Husky in der Semperoper Dresden ist aber nicht nur fürs „Köpfchen“ gut, sondern auch für das „Bauchi“. So ist das Waldschlösschen, Deutschlands älteste Aktien-Brauerei, nur zu empfehlen! Selbstgebrautes Bier in allen Variationen und verdammt leckeres Essen. Njam! Der Spieltag: Um die Zeit vor dem Spiel noch gut zufüllen, widmeten wir uns dem Umfeld des Stadions. Die Umgebung des Stadions macht einiges her, so ist dort die gläserner Manufaktur von Volkswagen zu finden, in der der Phaeton gebaut wird, der Zoo und auch das Hygeniemuseum, welches von dem Erfinder des Mundwassers Odol gegründet wurde. Natürlich sollte auch das einzige Freibad in der Innenstadt nicht unerwähnt bleiben, aber keines dieser Sehenswürdigkeiten wurde von uns besucht, denn uns zog es in den Großen-Park und zu der Parkeisenbahn, die wir uns nicht entgehen lassen wollten. Husky auf der Kindereisenbahn Husky in der Kindereisenbahn Neben dem Park und der witzigen Eisenbahnfahrt besuchten wir auch die Wanderausstellung vom Sea Life, für uns tierbegeisterte ein Muss. Fazit: Rochen lassen sich gerne killern und scheinen kitzelig zu sein! Im Stadion: Ins Stadion zogen wir dann mit allen angereisten Freunden und Atlético-Fans. So kamen mit uns ins Stadion: Mathias, ein Freund aus Paderborn und gebürtiger Sachse, sowie sein Bruder Maik und Alex und Anja aus Stuttgart, die ja auch schon in Dessau an unserer Seite waren. Wir sechs zogen also aus und versuchten vergeblich, den Gästeblock zu finden. So wurden sowohl die Heimfans als auch die Securityleute gefragt. Aber leider bekamen wir nur unhöffliche Aussagen oder ein Schulterzucken. Einzig einen Rat bekamen wir, uns in den Familienblock von Dynamo Dresden zu setzen, welchen wir auch beherzten. Während wir es uns bequem machen wollten und unsere PACG Fahne aufhingen, wurden wir mit bösen Pfiffen und Blicken begleitet. Genau fünf Minuten nachdem die Fahne hing, kam ein netter junger Mann auf uns zu und bat uns freundlich, unsere Fahne wieder abzunehmen, weil sich einige „Fans“ von Dynamo gestört fühlten. Er machte uns auch das Angebot die Fahne im abgesperrten Gästeblock aufzuhängen. Unsere Antwort war eindeutig: „Unsere Fahne nimmt niemand ab, sie wird da sein, wo auch wir sind!“ Der junge Mann versprach mit seinem „Chef“, den Big Boss der Ultra Section, zu sprechen und verschwand. 10 Minuten später kamen ein paar Ordner und drei (!!!) Securitychefs und baten uns mit unserer Fahne auf der Tribüne auf der anderen Seite des Feldes Platz zu nehmen (Gästeblock!) und geleiteten uns durch den Innenbereich des Stadions. Pfiffe, Buhrufe und Beschimpfungen begleiteten uns. Es war einfach nur unwürdig. Auf Jennifers Frage, warum es nun möglich sei, uns die schon vorher erbetenen Plätze zuzuweisen erwiederte der Securitytyp nur: „Ihr müsst schon jemanden ganz wichtigen kennen, damit man so die festgelegten Vorschriften umgeht!“ Im Klartext: Den Hooligans hat unsere Fahne nicht gepasst und bevor wir einen auf die Glocke kriegen würden, bestimmte der Chef der Ultras unseren Umzug! Und das obwohl wir vorher im Kontakt mit dem Verein standen und extra um abgetrennte Plätze baten! Selbst die Security äußerte sich erstaunt: „Ihr müsst ganz schön mutig seien, mit nur sechs Leuten hier auf zu marschieren“. Soviel zu der Gastfreundschaft der Dynamo Dresden Fans! An unserem neuen Platz angekommen, wurde sofort unsere Fahne „gehisst“ Wir alle vor unserer Fahne Die neuen Plätze waren immerhin sehr gut. So konnte man die Spieler beim Aufgalopp besser beobachten und auch die Stimmung der Spieler beim Aufwärmen so hautnah mit zu erleben, war interessant. Zudem konnte Jennifer somit tolle Fotos von der Mannschaft machen. Kurz nach Anpfiff fand sich auch Marcel aus Aachen bei uns ein, in Begleitung von Anette aus Magdeburg. So konnten wir nun aus 8 Kehlen den selbstgedichten Song von André singen! „Die Centuria Germana das sind wir ...“ Das Spiel an sich war eher uninteressant, aber man merkte die letzten 20 Minuten, in denen alle Stars von Atlético aufliefen, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt. Während der Pause gesellte sich auch die komplette Mannschaft von UD Las Palmas zu uns, da sie in der Nähe ihrer Vorbereitung bestritten. Zudem hatten wir die Gelegenheit dem „Vize“ erneut „Buenos Dias“ zu sagen und er war sichtlich erfreut, uns auch hier in Dresden wieder zu sehen. Des Weiteren konnte André auch unseren neuen Spieler Mista begrüßen sowie den Sportlichen Direktor, Gil Marín. Mista und Husky Nach dem Spiel warteten wir dann noch auf unsere Mannschaft, um sie gebührend nach Shanghai zu verabschieden. Unser separater Ausgang führte uns direkt neben den Ausgang für die Spieler von Atlético. Dadurch hatten wir die Möglichkeit Fotos von allen neuen (und alten) Spielern schießen zu können. Kun und Husky Besonders erwähnenswert war der Moment mit Leo Franco, der von sich aus auf uns zu kam und uns für den großen Support in Dessau und Dresden bedankte. Zudem wollte er wissen, wann wir wieder im Lande sein würden und auf unsere Antwort, dass wir uns in Mallorca wieder sehen würden, antworte er sehr erfreut, dass er sich freuen würde, unsere Fahne in Mallorca zu erspähen. Unsere „Leo Franco Fußballgottt“-Rufe schienen also nicht umsonst gewesen zu sein. Auch Martin Petrov freute sich, uns wieder zu sehen und man merkte die Zuversicht, die er und die anderen Spieler (insb. Kezman) für die neue Saison haben. Abschließend muss festgehalten werden, dass Dresden absolut faszinierend und immer eine Reise wert ist, aber die Fans waren einfach zu unfreundlich. Es ist mehr als nur schade zu betrachten, wie primitiv doch gewisse Fangruppen sein können, von der Intolleranz und der Gewaltbereitschaft ganz zu schweigen. Zum Glück gab es auch noch einige nette Heimfans, so dass unser Dynamo-Erfahrung nicht nur negativ verlief. Atlético Madrid wurde in Deutschland von uns unterstützt und dadurch erarbeitete sich der Pena einen guten Ruf, sowohl bei unserem Verein sowie auch bei den Medien. |



