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2007-02: Guti maricón und die größte PACG-Delegation aller Zeiten! Drucken
Geschrieben von: PACG - Matthias Gröne   
Donnerstag, den 10. Mai 2007 um 12:03 Uhr

Guti maricón und die größte PACG-Delegation aller Zeiten!

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PACG Tour #02 2007 Bildergalerie
Wieder einmal hatte sich der Peña Atletica Centuria Germana ein Heimspiel gegen den Erzrivalen als Anlass für eine Tour ausgesucht... schließlich musste es irgendwann doch mit dem Sieg klappen! Zeichneten sich die vorherigen Touren meist dadurch aus, dass ihnen eine kleinere Reisegruppe angehörte, waren diesmal über 30 Rojiblancos am Start – uneingeschränkter Rekord! Damit einher ging ein für PACG-Verhältnisse bisher nicht gekannter Planungsaufwand, der André Kahle, unseren Präsidenten und 'Delegationsleiter' sowie unseren spanischen Freund Luis Moreno (die Kontaktperson vor Ort) vom Peña Barria Salamanca vor gänzlich neue Herausforderungen stellte. So brauchte es am Samstag gar einen Bus, um die "deutsche Hundertschaft" zum Vicente Calderón zu befördern. Aber der Reihe nach...

Los ging es für die meisten am Freitag, dem Tag, an dem auf allen deutschen (und dem Basler) Flughafen siegessichere Atlético-Fans in German-Wings-Maschinen gen spanische Hauptstadt eincheckten. Die Westdeutschen und Franken flogen von Köln/Bonn, unsere "Nur-der-HSV-Fraktion" von der heimischen Metropole aus, Fabian und Marc aus Baden wählten Basel und unser 'Spätzle-Schnickers-Schwabe' Marco machte sich von Stuttgart aus auf dem Weg. Nachdem auch Trödelsekretär Matthias seinen sich verfangenen Outdoorrucksack endlich vom Gepäckband gezogen hatte, ging es schnurstracks zum Interview mit TeleMadrid, das beim Ausgang auf uns wartete. Während die anderen Reisenden ob des Aufmarsches der TV-Anstalt eher ungläubig dreinblickte ("kommt hier Tokio Hotel?"), gab die Köln/Bonner-PACG-Delegation ihre musikalischen Fähigkeiten zum Besten. "Jugando, ganando... klatsch, klatsch", also unsere geliebte Hymne, sowie das PACG-Lied (Jen hatte extra laminierte Abzüge mitgebracht) zauberten ehrliche oder doch nur gespielte Begeisterung auf die Gesichter des TeleMadrid-Teams. Ganz besonders hatte es ihnen Franky angetan, dessen wilder Aktionismus Marke 'in die Kamera springen' am nächsten Tag in ganz Madrid via TV besichtigt werden konnte. "Sind sie nicht verrückt, die Deutschen!?" Nachdem André versuchte, dem Redakteur im Interview Rede und Antwort zu stehen, ging es per Taxi, mittlerweile war auch Marco eingetroffen, zum Hotel, wo bereits die Badner und Hamburger sowie Holland-Kasache Borat alias Jeroem auf uns warteten.

Für die Visite unserer Zimmer blieb kaum Zeit, da unsere hungrigen Mägen nach Essen gierten, und außerdem wollte TeleMadrid uns noch einmal filmen. Als unser Amigo Luis, die schon vorher nach Madrid geflogene Fraktion aus der Schweiz sowie unser "Vize" suki alsbald eintrafen, durfte erneut "Jugando, ganando... klatsch, klatsch" geschmettert werden, und dank der Dolmetscherfähigkeiten sukis wusste nun auch der fremdsprachlich minderbegabte Redakteur des Autonómicas-Senders, was André dem TV-Volk mitteilen wollte. Anschließend ging es ratzfatz ins naheliegende Restaurant, dessen Wirt ob des riesigen Andrangs "madre mia!" sichtlich erstaunt war.
Eine Busfahrt die ist lustig ...
Bei Pizza, Nudeln, den 'typischen spanischen Gerichten' also, lernte man sich (wieder) kennen bzw. leistete ganze Arbeit, das Phrasenplastikschwein zu füllen. Dieses Ungetüm freute sich während unserer Tour immer dann über monetäre Nahrung, wenn dumme Phrasen á la "Fútbol es fútbol", mädchenhafte Schwärmerein wie "Iker ist der schönste Spieler der Welt" oder sonstiger Gehirnmüll in die Runde geworden wurde. Ganz besonders Franky war den Reizen der Sau häufig erlegen... Ganz anderen Reizen erlag unsere Hamburger-Fraktion um Karaoke-Großmeister Oli, die es frühzeitig in die legendäre Bar (zuvor wurde die Metro unsicher gemacht) nahe des ebenfalls legendären Hostal Lopez zog. Nach dem Anschluss zerstreute sich die PACG-Delegation in alle Richtungen, André, Jen und 'Küken' Simon kehrten in Richtung Bett zurück, eine andere Gruppe suchte (und fand) nach einigen Verirrungen – wie sich Madrid doch verändert hat... – schließlich auch die Karaoke-Bar. Dort wurde bei Bier und Wodka-Lemon (5 Euro!!) kräftig abgefeiert und auf den Höhepunkt gewartet: Olis Auftritt mit... was wohl? – Münchner Freiheit und "ohne Dich schlaf' ich heut' Nacht nicht ein". Damit klang dann langsam der erste Tag aus, nur noch wenige Stunden bis zum vermeintlichen Highlight.

Die Unbesiegbaren
Der unter dem Motto "PACG-Tag" stehende Samstag begann bereits um 12:00 Uhr in der Früh mit dem Aufbruch zum Fußballspiel gegen unsere Salamanca-Freunde. Bei einigen, zwei davon kamen aus dem Frankenland, hatte der Alkohol freilich schon derart seine Wirkungen hinterlassen, dass die Abfahrt bewusst (oder unbewusst) verpasst wurde. Doch auch das Fehlen der Schlafmützen tat der Siegesgewissheit keinen Abbruch; an der Motivation fehlte es sowieso nicht, da Luis am Vorabend noch geschwört hatte, sein Peña würde "die Deutschen klar besiegen".
Atlético Fans unter sich ...
Statt des erhofften Kunstrasenplatzes erwartete uns als Untergrund eine Art Hartplatz, derweil die Umkleidekabinen mitsamt ihrer nur bedingt Wasser spendenden Duschen an den Charme der 60er Jahre in der DDR erinnerten. Doch nichts an diesem Tag konnten den haushohen Sieg verhindern – des PACG, versteht sich. Obwohl sich Teamkapitän André über die "Fahrlässigkeit und Nervösität beim Abschluss" mokierte, stand es schnell vier-zu-eins; um es auf den Punkt bringen: Das Bemühen unserer Amigos war bemerkenswert, aber vergeblich. Simon (diesmal verletzungsfrei geblieben), Fabian, Franky, André, Marco und Co. schossen Tore fast wie am Fließband, zur Langeweile von Keeper Matthias. Selbst der Schiri hatte am Ende Mühe, die Höhe des Resultats zu bestimmen, sagen wir also mal 15:7.
Matze muss dran glauben!


Ab ging es zum großen Essen, dem ultimativen Treffen mit unseren Freunden vom Peña Salamanca und aus der französischen Schweiz. Serviert wurde ein typisch spanisches "Viel-Gänge-Menü", doch viel Zeit zum Essen der mehr oder minder als Köstlichkeiten empfundenen Gaben sollte nicht bleiben, denn ständig wurden Gesänge angestimmt "Atleti, Atleti", die zum Klatschen oder Aufstehen anregten. Sogar das Geburtstagsständchen in 3 Sprachen (Deutsch,Französich und Spanisch) für Christina, die 18 Jahre alt wurde, konnte perfekt gesungen und mit einem leckeren Kuchen, mit rot-weißen Atlético-Kicker-Kerzen überreicht werden. Über die besten Kehlen verfügten zweifellos unsere Salamanca-Freunde, auf die die Floskel "positiv verrückt" wohl am besten zutrifft. Für Gesprächsstoff sorgten die BL-Zwischenresultate, auf die besonders unsere (damals noch abstiegsbedrohten...) HSVer angespannt warteten, um dann wieder "nur der HSV" anzustimmen.
Litti und Jörgi
Was war noch? Ach ja, der Sekretär musste seine Schuld einlösen indem seine Haarpracht rot-weiß wurde (Franky zog direkt nach), ehe der PACG seine Ehrenmitglieder ehrte. Marco und Luis wurden vor versammelter Mannschaft gerahmte Urkunden übergeben, letzterer bekam zudem noch ein nigelnagelneues Zippo-Feuerwerk mit PACG-Gravur.
Unsere lieben Chicas


Der Bus geleitete uns anschließend sicher in Richtung Stadion... gut nur, dass dem Stadion die immer frenetischer werdenen Gesänge "Atleti, Atleti", "wir sind die Roten..." nicht aus dem Konzept brachten. Am Stadion trennten sich unsere gemeinsamen Wege, einige wollten noch zu Mahtani, andere einfach nur das 'heilige' Vicente Calderón umrunden. Die Zeit bis zum Interview mit La Sexta "Fútbol con fatatas" wurde musikalisch überbrückt, zum allgemeinen Staunen vieler anderer Stadionbesucher "waaaas, die sind extra aus Deutschland angereist??".
Mästung der Spendensau
Ach ja, und Marian wird jetzt nur noch "Paco" genannt, weil die Aufschritt "PACG" auf seinem Shirt ständig mißinterpretiert wurde. Als La Sexta um kurz vor halb zehn noch immer war sich wartete, begaben sich die meisten bereits in den Innenraum des Stadions (zum Interview wurden André und Jennifer vorgeschickt, die dank ihrer tollen, rotweißen Wimpern, den Augenaufschlag einer deutschen Rojiblanca, live in alle Welt transportierte), um dort zum ersten Mal unser Heiligtum von innen zu sehen. Ohne Rücksicht auf die korrekture Platzzuweisung nahmen wir Sitze ein, bis wir erstaunt feststellen, dass nicht alle Platz finden würden. Olis Versuche, auf einem falschen Platz ansässige Zuschauer zu verjagen ("fuera") schlugen fehl, so dass man sich letztlich mit mehren Leuten auf einen Platz quetschte. Am meisten litt jedoch Sandra, die ob der steilen Ränge mit leichter Höhenangst zu kämpfen hatte, sich dann aber ebenso gebannt wie alle dem Spiel widmete.
Die Choreo der Frente
Tja, und da dauerte es nur wenige Minuten, bis wir uns zum ersten Mal in den Armen lagen, denn "Goooool de Torres"! Drei Real-Fehlpässe schon der nächste Treffer, Ekstase pur... bis der Schiri-As(s)i plötzlich ein nervöses Zucken im Arm verspürte, die Fähnchen spürte und Referee Dauden Ibáñez ebenfalls zurückruderte. Fortan gab es nur noch ein Feindbild, d.h. nein, wir wollen Guti nicht unrecht tun: Guti, Guti, maricón... wieder und wieder bis zur entnervten Auswechslung. Trotz aller Bemühungen sollte unserem Team selbst in Überzahl der erlösende Siegtreffer verwehrt bleiben, also wieder nix mit dem ersehnten Derbysieg. Dafür haben wir einen spannenden und atmosphärischen Kick gesehen, der auch den letzten Zweifler (gell, Christian?) zum euphorischen Rojiblanco konvertiert haben dürfte. Nach dem letzten Mal " Guti, maricón" ging es schnurstracks zum Bus, der ins zurück ins Hotel Torrelaguna brachte. Wer noch genügend Energie zum Frustsaufen aufbrachte, begab sich auf Zimmer 218, wo bei stetig zur Neige gehenden Wodka-Vorräten das bisherigen Geschehen "Paroli gelaufen lassen" wurde. Obwohl die Geschäfte den Verkauf von Flüssiggetränken bereits eingestellt haben, ist überliefert, dass die Letzten erst gegen halb sechs ins Bett fielen.
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Der Tag danach ...

Dies korrespondierte selbstredend in keinster Weise mit der morgendlichen Führung durchs Vicente Calderón, die um knapp halb elf mit einem Film der Marke "zwischen Double 1996 und verschossenem Hasselbaink-Elfmeter" ihren Anfang nahm.
Neptuno (im Museum)
Fast alle waren mit dabei, nur Franky schlummerte noch tief im Hotel und ließ sich weder durch uns, noch dem Putzpersonal seine Träume nehmen. Schade, denn so verpasster er die charmante Tourführerin, die uns anschließend in fast perfektem Deutsch durch die Heiligtümer des vom Müll gesäumten Stadions führte. Bewaffnet mit Kameras wurde nach japanischem Vorbild alles gefilmt und fotografiert ("oh toll, ein Kleiderbügel!") was vor die Linse kam. Das gesammelte Material dürfte jedenfalls locker ausreichen, um das Stadion in Eigenregie 1:1 nachzubauen. Ohne den Charme von Pressekonferenz, Auswechselbank oder Präsidentenlounge in Abrede stellen zu wollen, besteht doch kein Zweifel, dass der Gang durch die Umkleidekabine der Spieler das Highlight darstellte. Endlich einmal den Spind von Perea und Torres sehen und ihn teilweise sogar öffnen zu können – wer hatte sich dies nicht schon immer gewünscht?
Husky bittet zur Pressekonferenz
Die Führung endete im Museum, in dem Insignien – zumeist weit vergangener – Tage die Vitrinen füllten. Als wir dann das wirklich tolle Museum verließen, bekam jeder von uns noch ein Buch über die Geschichte Atléticos geschenkt. 100 Jahre Atlético mit vielen tollen Bildern, im Wert von 17 Euro (laut Preisangabe im offiziellen Fanshop), ein tolles Geschenk vom Verein an uns.

Es folgte 'lazy sunday', d.h. jeder verbrachte den Nachmittag auf seine Weise. Während Jennifer, Simon und André Fernando Torres (aus Wachs) besuchten (im Wachsfigurenkabinett), gingen andere in die Stadt zum Shoppen und zum Sightseing, wieder andere "chillten" im Hotel "out" und einige verwegene bestiegen die Metro gen Getafe. Dort angekommen, erwarben Marco und Fabian nach zähen Preisverhandlungen einen Getafe-Schal... wenig später sollten sie Gründungsmitglieder des 'anderen' PACG werden, aber dazu später mehr. Die Partie Getafe – Sevilla nahm sich eher unspektakulär aus, erst nachdem wir aus der Geta-Fankurve (Lautstärkepegel wie in der deutschen Bezirksliga) in Richtung Sevilla-Fankurve gegangen waren, wurde es etwas lebhafter. Indes Daniel, Jeroem und Co. eher mäßig interessiert dem Geschehen folgte, stimmte Franky immer lautstärker in die Songs der fantastisch supportenden Sevilla-Fans ein.
Fabi der Bankdrücker
Auf dem Rückweg, der Kick endete übrigens torlos, trieben Marco und Fabian dann die Gründung des PACG voran... des "Peña Alemania Centuria Getafe" (Centuria, weil es das 100. Erstligaspiel Getafes war) voran; Pläne, die später in leicht alkoholisiertem Zustand noch vertieft wurden. Zuvor jedoch trafen wir uns alle am Bären; d.h. nicht ganz alle, denn Sandra hatte sich wegen eines Vorstellungsgesprächs bereits gen Bonn verabschieden müssen (es sollte sich lohnen, denn sie bekam den Job!). Von dort zogen wir weiter in Restaurants und eine Kneipe, die bis zum 'Rauswurf' am frühen Morgen unser Domizil bleiben sollte. Bei Bier, Bier und sensationellerweise nochmal Bier verbrachten wir einen lustigen Abend, den auch die hohe Rechnung nicht trüben konnte. Zurück im Hotel, wir hatten uns noch von den Schweizern verabschiedet (Kyra hatten selbst Krüken nicht an der Madrid-Reise gehindert) ging es im berühmten Zimmer 218 weiter – wer nicht schon eingenickt war (gell, Marco und Simon?) beteiligte sich an der 'Gründungsversammlung' des anderen PACG. 'Vertragsdetails': Stadion wird in "Estadio Bernd Schuster", Grundsatz: "Alkohol ist das Lebenselexier".
Leo hat Litti fest im Griff


Der Montag, zum allgemeinen Entsetzen unser Abreisetag, zog eher gemächlich ins Land. Einige von uns fuhren noch in die Stadt, um wenigstens einmal Döner zu essen und sich von unserem Ösi Gerhard (von dem wir uns wenig später leider schon verabschieden mussten) in die Geheimnisse des Australian Footballs (West-Samoa die Rugbymacht!) einweihen lassen. Auch der Besuch des Fanshops im Stadion durfte nicht fehlen, Simon brauchte schließlich noch ein Atléticotrikot. Ein Sandwich-Shop und ein Pröddel-Shop (Jen wollte noch eine fetzige Madrid-Tasche kaufen) später ging es per Taxi leider auch schon zum Flughafen, wo die Franken sowie Marian und Franky erst verspätet eindrudelten, da sie noch Bernd Schuster zum Interview stellen mussten. Die "Nur-der-HSV-Fraktion" und die Badener waren bereits früher aufgebrochen. Wer noch genügend Kraft hatte, füllte die Flugzeit mit anregenden Diskussionen ("der Schiri hat uns betrogen"), bevor wir uns leider voneinander verabschieden mussten. Das aber natürlich nicht ohne " Guti maricón" und den festen Vorsatz, sich bald wieder zu einer PACG-Tour zu treffen.

Vier hammergeile (Ergebnis ausgenommen), unvergessliche Tage mit dem PACG, einem Fanclub, der etwas ganz Großes ist und den man einfach erlebt haben muss. Muchas gracias a todos, vor allem aber unserem Präsidenten André für die perfekte Organisation sowie Luis für die tollen Stunden mit den verrückten und spendierfreudigen Salamanca-Freaks ("Forza Pippo"!), die geleistete Organisation und natürlich den Erwerb der Tickets!
 

Spieler

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